Härten von glas

Das Härten stellt den thermischen Prozeß der Verarbeitung von Glas dar, zum Zweck der Verbesserung seiner Stabilität, der mechanischen Eigenschaften und Sicherheit. Das Härten ist möglich für alle Arten von Glas (außer armiert) in Dicken von 4-19mm, in maximalen Dimensionen der Stücke 400x214cm.

Der Prozeß wickelt sich in einem speziellen Betrieb ab, in kontrollierten Bedingungen und besteht aus einigen Phasen.

Das verarbeitete Glas wird, in Abhängigkeit vom Typ, von der Größe und Dicke, bis zur Temperatur von ca. 650 C erwärmt, bis zum Punkt der Erweichung. Das Glas geht dann in die Kühlphase hinüber, wobei die Temperatur auf 450 C auf einmal gesenkt wird.

Bei diesem Prozeß wird die Glasfläche schneller kühl im Verhältnis zum Inneren. Mit diesem Verfahren bleibt die Glasfläche angespannt gegen Druck und das Innere gegen Spannung. Ein solcher Zustand trägt einer bedeutenden Verbesserung der mechanischen Eigenschaften des Glases bei, womit es flexibiler, beständiger gegen Stoß und Temperaturdifferenzen wird. Im Falle des Bruchs wird das Glas auf winzige gerundete Stücke gestreut und stellt damit keine Gefahr vor Verletzungen. Die gesamte nötige Verarbeitung von Glas (Bohrung, Schneiden „kp“-Bearbeitung) muß vor dem Prozeß des Härtens durchgeführt werden. Die nachträgliche Verarbeitung ist nicht möglich wegen oberflächlichen Spannungen, die durch Härten enstanden sind.

Eigenschaften:

-erhöhte Biegungsfähigkeit bis zu 8 Mal im Verhältnis zum „float“ Glas

-Beständigkeit gegen den thermischen Schock und hohe Temperatur bis zu 320C

-erhöhte Beständigkeit gegen Stoß

-Sicherheit vor Verletzungen beim Bruch

Anwendung:

-Alle Typen von Fassaden

-Küchenarbeitsplatten

-Wandraumteiler und Beläge

-Überdachungen

-Zäune und Treppen

-Türen

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